Was ist ein Fadenlifting im Gesicht und wie funktioniert es?
Das Lifting mit Fäden ist eine minimal-invasive Methode zur Hautstraffung. Hierbei werden resorbierbare PDO-Fäden oder PLCL Fäden unter die Haut eingebracht. Je nach Beschaffenheit (glatt oder mit feinen Widerhaken) erzielen diese eine kollagenaufbauende oder sofort straffende Wirkung. Die Ergebnisse halten im Schnitt 6 bis 12 Monate. Das Verfahren gilt als besonders schmerz- und risikoarm und lässt sich mit weiteren minimal-invasiven Behandlungen kombinieren.
Für wen sind Fäden zur Gesichtsstraffung geeignet?
Das Fadenlifting im Gesicht ist besonders geeignet für Menschen, die eine straffere und jugendlicher aussehende Haut wünschen. Besonders gute Ergebnisse erzielt man bei feinen bis moderat ausgeprägten Falten bei Personen im Alter von 30 bis 60 Jahren. Die Fäden können zur Straffung und Verbesserung von Nasolabialfalten, Hängebäckchen, Falten rund um den Mund und die Augen, Lachfalten sowie zur Definition der Kinnlinie (Jawline) eingesetzt werden.
Wie läuft ein Fadenlifting im Gesicht ab?
Ein Fadenlifting im Gesicht ist eine minimal-invasive Behandlung, die als besonders schmerz- und risikoarm gilt. Der Eingriff dauert in der Regel nicht länger als 60 Minuten, und die Ausfallzeit ist minimal. Im Folgenden wird der Ablauf des Liftings ohne OP detailliert erläutert.
Vor dem Fadenlifting findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt. Dabei wird die Funktionsweise der Methode erklärt und erläutert, welche Effekte erzielt werden können. Zudem wird gemeinsam festgelegt, wie und wo die Fäden am besten gesetzt werden und welche Fäden für den jeweiligen Fall geeignet sind. Darüber hinaus erfolgt eine umfassende Aufklärung über die Risiken und Grenzen der Methode.
Zunächst werden die Bereiche markiert, die behandelt werden sollen. Anschließend wird die Haut gründlich gereinigt und desinfiziert. Entlang der vorgesehenen Fadenführung wird die Haut lokal betäubt, sodass das Einbringen der Fäden schmerzfrei erfolgen kann.
Sobald die Betäubung ihre volle Wirkung entfaltet hat, werden die Fäden mithilfe einer sehr feinen Nadel ins Gewebe eingebracht. Dabei wird die Haut zusätzlich gestrafft. Je nach Art der verwendeten Fäden kann entweder eine kollagenaufbauende Wirkung oder ein sofort straffender Effekt erzielt werden. Die gesamte Behandlungsdauer beträgt etwa 30 bis 60 Minuten.
Fadenlifting Gesicht – Was sind die Vorteile?
Die Effekte und die Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten mit dem Ergebnis eines Fadenliftings im Gesicht wurde bereits durch Studien belegt.1, 2
- Geringes Risiko: Da es sich um ein minimal-invasives Verfahren handelt, ist das Risiko im Vergleich zu operativen Eingriffen deutlich reduziert.
- Kurze Ausfallzeit: Die Erholungszeit beschränkt sich auf den Behandlungstag, sodass die Patienten schnell in ihren Alltag zurückkehren können.
- Schmerzarme Behandlung: Das Verfahren ist in der Regel nahezu schmerzfrei und mit nur wenigen Nebenwirkungen verbunden.
- Langanhaltende Ergebnisse: Die Ergebnisse des Fadenliftings können bis zu einem Jahr sichtbar bleiben.
- Vielseitige Anwendbarkeit: Das Fadenlifting kann im Bereich von Wangen, Augen, Kinnlinie, Mundwinkel und Nasolabialfalten durchgeführt werden, um Falten zu reduzieren und die Haut jünger und frischer wirken zu lassen.
- Kombinierbar mit anderen Verfahren: Das Verfahren kann mit anderen Methoden kombiniert werden, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen, z. B. Injektion von Hyaluron oder UltraCol.
- Wiederholbarkeit: Das Fadenlifting kann jederzeit erneut durchgeführt werden, um die gewünschten Effekte zu erhalten.

Wann zeigen sich die gewünschten Effekte?
Das Gesicht wird mit unterschiedlichen Arten von Fäden behandelt: Glatte Fäden erzeugen einen moderaten Soforteffekt und regen den Körper dazu an, Kollagen aufzubauen. Bereits nach 1 bis 2 Wochen sieht man deutliche Effekte. Das endgültige Ergebnis stellt sich nach spätestens 8 Wochen ein. Strukturierte Fäden mit kleinen Widerhaken hingegen sorgen für einen sofort straffenden und anhebenden Effekt, der direkt nach dem Eingriff sichtbar wird.
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Dr. David: Fachärztin für Neurochirurgie, 25 Jahre Erfahrung, Expertin für Regenerative Ästhetik, Masterclass-Dozentin
Wie lange hält das Ergebnis eines Fadenliftings im Gesicht?
Wie lange das Ergebnis eines minimal-invasiven Facelifts sichtbar bleibt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem die Art und Anzahl der verwendeten Fäden sowie die Beschaffenheit des Gewebes des Patienten. Bei den meisten Patienten hält das Ergebnis der Erfahrung nach etwa 6 bis 12 Monate. Der Vorteil dieses besonders sanften Facelifts ist, dass es bei Bedarf jederzeit wiederholt werden kann.
Welche Risiken/Nebenwirkungen können auftreten?
Natürliche Ergebnisse bei geringem Risiko – das ist das Versprechen des Liftings mit Fäden. Da PDO-Fäden oder Fäden aus Poly-Milchsäure und Poly-Caprolacton seit vielen Jahren in der Medizin eingesetzt werden und als gut verträglich gelten, ist das Risiko für unerwünschte Reaktionen äußerst gering. In einigen Fällen können leichte Spannungsgefühle, Schwellungen oder Blutergüsse auftreten. Diese verschwinden in der Regel von selbst innerhalb weniger Tage.
Wie viel kostet ein Fadenlifting im Gesicht?
Pauschale Angaben zu den Kosten eines Fadenliftings im Gesicht sind schwer zu treffen, da mehrere Faktoren in die Kalkulation einfließen. Dazu gehören unter anderem die Art und Anzahl der verwendeten Fäden sowie die Größe des zu behandelnden Hautareals. In der Regel beginnen die Kosten für ein Fadenlifting im mittleren dreistelligen Bereich. Werden zusätzliche ästhetische Verfahren wie beispielsweise Hyaluron-Filler oder UltraCol eingesetzt, können sich die Kosten erhöhen. Erfahrene Behandler erstellen einen individuellen Kostenplan und bieten häufig auch Finanzierungsmöglichkeiten an.
Wer bietet ein Gesicht-Fadenlifting an?
Grundsätzlich dürfen sowohl Ärzte als auch Heilpraktiker ein Fadenlifting durchführen. Da jedoch selbst bei dieser grundsätzlich risikoarmen Behandlung bei unsachgemäßer Durchführung gravierende Folgeschäden auftreten können, sollten Interessierte immer auf ausgebildete Fachärzte zurückgreifen. Diese verfügen über die notwendige Kompetenz, um sichere Behandlungen durchzuführen und ästhetische sowie natürliche Ergebnisse zu erzielen.
Vorsicht ist geboten, wenn besonders günstige Angebote für die Straffung gemacht werden. Oft verbergen sich dahinter Anbieter ohne die erforderliche Ausbildung oder Kompetenz. Bei solchen Angeboten können nach der Behandlung im schlimmsten Fall Nebenwirkungen auftreten, die über leichte Schwellungen weit hinausgehen.
FAQ – Häufige Fragen zum Thema
Nach einem Fadenlifting können leichte Schwellungen oder Hämatome im Gesicht auftreten. Diese sind in der Regel harmlos und verschwinden meist innerhalb weniger Tage von selbst. Um das Abklingen der Schwellung zu unterstützen, kann eine Salbe, beispielsweise mit Arnika, aufgetragen werden.
Nach einem Fadenlifting kann die Haut gereizt sein. Daher sollten Cremes und Salben mit Vorsicht aufgetragen werden. Übermäßiges Reiben entlang der Fäden ist zu vermeiden, ebenso wie Massagen in den ersten Tagen. Am Tag des Eingriffs sollte zudem auf Make-up verzichtet werden. Es wird empfohlen, dem Körper am Behandlungstag Ruhe zu gönnen und diesen als Ausfallzeit einzuplanen.
Im Vergleich zu einem klassischen Facelift, bei dem sowohl das Gesicht als auch der Hals gestrafft werden, handelt es sich beim Fadenlifting um einen minimal-invasiven Eingriff. Dieser verzichtet auf große Hautschnitte und bringt keine langen Ausfallzeiten mit sich. Während ein chirurgisches Facelift mit einem höheren Risiko- und Nebenwirkungsprofil verbunden ist, bietet das Fadenlifting eine schonendere Alternative, um erschlaffte Haut effektiv zu straffen – ganz ohne eine umfassende Operation.
Ein Fadenlifting sollte vermieden werden, wenn offene Wunden, Akne oder akute Infektionen im Gesicht bestehen, da das Risiko einer Infektion in diesen Fällen zu hoch ist. Auch bei bekannten Unverträglichkeiten gegenüber dem verwendeten Fadenmaterial sollte auf die Behandlung verzichtet werden. Dies gilt nicht nur für das Gesicht, sondern auch für den Hals und das Dekolleté.
Abgesehen von Allergien oder anderen Kontraindikationen ist das Fadenlifting nicht für Patienten geeignet, bei denen bereits große Hautüberschüsse an Wangen, Kinn oder anderen Bereichen bestehen. In solchen Fällen liefert eine chirurgische Behandlung in der ästhetischen Chirurgie bessere Ergebnisse.
Für einen frischen Teint und eine jüngere Haut lässt sich das Fadenlifting mit anderen Methoden kombinieren, die ebenfalls natürliche und sanfte Ergebnisse versprechen. Besonders beliebt ist beispielsweise die gleichzeitige Unterspritzung von Falten mit Hyaluronsäure oder dem flüssigen Fadenlifting UltraCol. Diese Filler füllen Falten sichtbar auf und regen die Kollagenproduktion an, wodurch erschlaffte Haut gestrafft und angehoben wird.
Quellenliste
1 Khan G, Kim BJ, Kim DG, Park E. Retrospektive Studie über die Nützlichkeit von resorbierbaren geflochtenen Polydioxanonfäden bei der Verjüngung gealterter Unterlider. J Cosmet Dermatol. 2022 Nov;21(11):5952-5956. doi: 10.1111/jocd.15257. Epub 2022 Aug 8. PMID: 35866335, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35866335/ (Zugriffsdatum: 20.11.2024)
2 Ziade, Georges „Patient Satisfaction with Absorbable Anchoring Facial Threads“, In: Facial Plast Surg 2021; 37: 383-389, https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0041-1725165 (Datum des Zugriffs: 20.11.2024)
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