Zornesfalte

Behandlungsmöglichkeiten von Zornesfalten

Methode

Injektion von Botox®, Ultracol® oder Fäden

Vorteile

schmerz- und risikoarm, sofort sichtbare Effekte, praktisch keine Ausfallzeit

Dauer & Sitzungen

ca. 5-15 Min, einmalig bzw. in regelmäßigen Abständen möglich

Kosten

dreistelliger Bereich

Mögliche Nebenwirkungen

Schwellungen, Rötungen, Hämatome

Was ist eine Zornesfalte?

Die Zornesfalte ist auch als Glabellafalte bekannt. Es handelt sich um eine senkrechte Mimikfalte zwischen den Augenbrauen. Sie beginnt meist als dynamische Falte, kann später jedoch auch statisch werden und somit dauerhaft zu sehen sein. Da sie vor allem beim Runzeln der Stirn entsteht, erweckt die Zornesfalte oft einen angestrengten oder zornigen Eindruck beim Gegenüber. Viele Betroffene mit ausgeprägter Glabellafalte möchten sich diese deshalb im Rahmen einer ästhetischen Behandlung entfernen lassen.

Wichtig: Die Zornesfalte ist nicht zu verwechseln mit horizontalen Stirnfalten. Hierbei handelt es sich ebenfalls um Mimikfalten, die beim Stirnrunzeln und/oder Anheben der Augenbrauen entstehen können.

Was sind Ursachen einer Zornesfalte?

Die sogenannte Zornesfalte ist eine typische Mimikfalte. Sie entsteht durch Muskelbewegung, genauer: durch das Zusammenziehen der Augenbrauen. Bei den meisten Menschen passiert diese Bewegung automatisch, etwa beim Nachdenken oder wenn sie von der Sonne geblendet werden. Die Haut wird durch die Muskelbewegung zusammengeschoben, eine tiefe Falte entsteht. Entspannt sich die Haut wieder, verschwindet normalerweise auch die Falte. Allerdings gilt: Je häufiger die Zornesfalte gebildet wird, umso ausgeprägter wird sie – bis sie irgendwann als statische Falte auch im Ruhezustand sichtbar ist.

Weitere Faktoren, die eine Zornesfalte bedingen können

Auch wenn die prägnante Falte auf der Stirn eine Mimikfalte ist, gibt es viele Faktoren abseits von Muskelbewegungen, die ihre Entstehung bzw. ihren Ausprägungsgrad mitbestimmen können.

Intrinsische Faktoren

Die genetische Disposition des Menschen kann einen entscheidenden Einfluss darauf haben, wie früh und wie stark Alterungserscheinungen wie Falten auftreten. Die komplexen Mechanismen sind noch nicht vollständig erforscht. Fakt ist jedoch, dass die Hautalterung durch genetische Voraussetzungen beeinflusst wird1. Auch der körpereigene Hormonhaushalt kann auf die Hautalterung einwirken. Das zeigt sich unter anderem am Einfluss von Östrogen auf die postmenopausale Kollagenbildung2.

Extrinsische Faktoren

Zu den extrinsischen Faktoren, die die Hautalterung und damit auch Entstehung und Ausprägung von Mimikfalten wie die sogenannte Zornesfalte mitbestimmen können, gehören:

  • UV-Strahlung (Stichwort: Photoaging)3
  • Tabakrauch
  • ungünstige Ernährung
  • Stress und Schlafmangel
  • Alkohol

Ab welchem Alter entsteht eine Zornesfalte?

Ab welchem Alter eine Zornesfalte als dauerhaft sichtbare Falte auf der Haut entsteht, lässt sich nicht exakt vorhersagen. Denn sowohl die eigenen Hautvoraussetzungen als auch die Häufigkeit, mit der die senkrechte Stirnfalte gebildet wird, können einen Einfluss ausüben. Grundsätzlich gilt, dass die Falte auf der Stirn als statische Falte meist erst in der zweiten Lebenshälfte auftritt. Allerdings gibt es auch deutlich jüngere Menschen, ab einem Alter von zwanzig Jahren, die schon mit einer stark ausgeprägten Zornfalte zu kämpfen haben und ihre Haut mithilfe einer entsprechenden Behandlung glätten möchten.

Wie kann man die Zornesfalte verhindern?

Da die Zornesfalte eine Mimikfalte ist, die vorrangig durch Muskelbewegungen entsteht, lässt sie sich nur komplett verhindern, wenn auf das Stirnrunzeln vollständig verzichtet wird. Das ist allerdings weder möglich noch gewollt. Umso besser, dass es viele einfache Tipps gibt, um der unansehnlichen Falte vorzubeugen:

  • ausreichend Schlaf und Erholung
  • verlässlicher UV-Schutz
  • gesunde Ernährung
  • viel trinken (Wasser und ungesüßte Tees)
  • nicht rauchen
  • individuell abgestimmte Anti-Aging-Pflege

Welche Methoden/Behandlungen gibt es, um die Zornesfalte zu entfernen?

Die bewährteste und beliebteste Methode zur Behandlung von Zornesfalten ist die Injektion von Botox®, gegebenenfalls gemeinsam mit der Unterspritzung mit Ultracol® oder dem Einbringen von Fäden. Botox® (kurz für Botulinumtoxin) ist ein Muskelrelaxans, das für eine Entspannung der Stirnmuskulatur sorgt. Durch eine gezielte Injektion wird die Muskelaktivität zwischen den Augenbrauen reduziert, sodass sich die senkrechte Falte dort gar nicht erst zeigt. Um tiefe Zornesfalten wegzubekommen, die auch ohne Muskelbewegung sichtbar sind, findet zusätzlich die Unterspritzung mit aufpolsterndem Ultracol® und/oder Fäden statt.

Wichtig: Damit die Behandlung mit Botox® zu natürlichen Ergebnissen führt, müssen die Dosierung und die optimale Injektionsstelle korrekt gewählt werden. Deshalb sollten Interessierte sich immer nur von einem Facharzt für ästhetische Behandlungen beraten und behandeln lassen.

Wie oft sollte die Behandlung wiederholt werden?

Die Wirkung von Muskelrelaxantien lässt mit der Zeit nach. Daher ist es mit diesem Mittel nur möglich, die Zornesfalte dauerhaft zu entfernen, wenn die Behandlung regelmäßig wiederholt wird. Die meisten Menschen lassen sich wiederkehrend in einem Abstand von drei bis sechs Monaten behandeln. Das ist problemlos möglich, weil Ausfallzeiten praktisch nicht vorhanden sind und Nebenwirkungen bei der Behandlung nur sehr selten vorkommen. Auch die Unterspritzung und das Einbringen der Fäden macht im 12-Monatsrhythmus Sinn.

Welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es?

Botox® ist ein wirksames Mittel gegen Falten. Zudem gilt die Behandlung als sehr sicher und nebenwirkungsarm. Kleinere Schwellungen, Rötungen oder Blutergüsse an den Einstichstellen können vorkommen, sind jedoch harmlos und verschwinden durch Kühlung normalerweise schnell wieder. Ähnlich sieht es bei der Behandlung der Haut mit Ultracol® und Fäden aus. Allergische Reaktionen treten bei beiden Mitteln nur sehr selten auf.

Wie hoch sind die Kosten für eine Behandlung?

Die Kosten für die Behandlung der Glabellafalte im Bereich der Augenbrauen hängen unter anderem davon ab, wie viele Injektionen und welche Dosis Botox® nötig sind, um die Falten zu entfernen. Bei seriösen Fachärzten erhalten Interessierte eine individuelle Kostenaufstellung. Normalerweise muss für die Behandlung mit einem dreistelligen Betrag gerechnet werden.

Welche Pflege eignet sich bei der Reduzierung der Zornesfalte besonders gut?

Die besten Anti-Aging-Produkte für die Haut enthalten Hyaluronsäure, Retinol und/oder Q10. Diese Wirkstoffe haben sich für das Glätten von Zornfalten bewährt. Allerdings gilt: Sobald intensive Bewegungen im Bereich der Augenbrauen zu statischen Falten führen, sind Cremes und Co. nur noch eine bedingt geeignete Methode, um die Falten dauerhaft zu entfernen.

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Häufige Fragen zum Thema "Zornesfalte"

Kann die Zornesfalte wieder verschwinden?

 

Solange die Haut elastisch genug ist und über ausreichend Spannkraft verfügt, bildet sich die Falte auf der Stirn nach der Entspannung der Augenbrauen wieder zurück. Mit zunehmendem Alter wird die Haut im Gesicht jedoch unelastischer. Dann kann die Zornfalte auch bei entspannter Gesichtsmuskulatur sichtbar bleiben.

Kann man die Zornesfalte wegmassieren?

Die Haut an der Stirn regelmäßig zu massieren und dadurch die Muskulatur zu entspannen, kann helfen, der tiefen Falte vorzubeugen. Jedoch ist Massage als Behandlung normalerweise nicht geeignet, um bereits entstandene Falten dauerhaft wegzubekommen. Hier bietet die schmerz- und risikoarme Behandlung mit muskelentspannenden Substanzen eine Alternative.

Warum kann man die Zornesfalte nicht nur mit Hyaluron behandeln?

 

Hyaluron ist ein Filler, der die Falte von innen aufpolstert. Die Hyaluronsäure verhindert aber nicht die Muskelbewegungen, die zur Faltenentstehung führen. Eine alleinige Behandlung mit Hyaluron wäre demnach nur kurzzeitig von Erfolg gekrönt, da sich die Falte schnell wieder ausbilden würde. Deshalb wird zusätzlich ein Muskelrelaxans injiziert, um langfristige Effekte zu erzielen.

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    Quellenliste

    1 Rosenbaum, Edda „Genetische Einflussfaktoren auf extrinsische Hautalterungsprozesse“, Dissertation an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, vorgelegt 2014, S. 1, https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-35397/Rosenbaum_Dissertation.pdf (Datum des Zugriffs: 12.12.2023)

    2 Hönigsmann, H. „Einfluss einer Hormonersatz-Therapie auf die Hautalterung“, In: Akt Dermatol 2002; 28: S 10 – S 13, Georg Thieme Verlag Stuttgart, New York, ISSN 0340-2541, S. 10 ff., https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-2002-35408.pdf (Datum des Zugriffs: 12.12.2023)

    3 Infante VHP, Bagatin E, Maia Campos PMBG. Skin photoaging in young men: A clinical study by skin imaging techniques. Int J Cosmet Sci. 2021 Jun;43(3):341-351. doi: 10.1111/ics.12701. Epub 2021 Apr 21. PMID: 33728691, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33728691/ (Datum des Zugriffs: 12.12.2023)